Dezember

Sonntag, 02. 12., 13 Uhr Queerfeministischer Brunch 

Wir möchten einen Raum schaffen, in dem wir uns bei Plausch und Schmaus über queerfeministische Themen austauschen und uns gegenseitig unterstützen können. Je nach Interesse und Kapazitäten der Menschen, die den Brunch besuchen, können daraus auch Aktivitäten und Aktionen zu queerfeministischen Themen entstehen. Wer darüber hinaus noch mehr Interesse daran hat, was Inhaltliches mitzugestalten, kann uns gerne auf die Orgatreffen der Brunchgruppe ansprechen. Der Brunch ist als Schutzraum für unbefangenen Austausch ohne Cis-Männer gedacht.

Eine schöne Erklärung, warum Räume für Cis-Männer geschlossen, aber Trans-offen sein können, gibt es bei der TLF-Kneipe im AZ Mülheim : http://az-muelheim.de/tlfkneipe/?page_id=17

Mittwoch, 05.12., 19 Uhr offenes Treffen der Klimavernetzung Ruhr 

Donnerstag, 06.12., 19 Uhr offenes Plenum

Gruppen, die sich bereits im Alibi treffen sowie Einzelpersonen, die Interesse daran haben, sich im Alibi einzubringen, sind herzlich eingeladen, vorbei zu kommen, um sich untereinander und mit den bereits aktiven Personen auszutauschen. Hier könnt ihr erfahren, was im Alibi los ist, was demnächst ansteht und wie ihr euch selbst einbringen könnt.

 

Freitag, 07.12., 19 Uhr Vortrag: Schlepper, Schleuser, Menschenhändler? – Zur Kriminalisierung von Flucht und Fluchthilfe

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit borderline-europe

Ein dominanter Diskurs unserer Zeit stellt sogenannte Schlepper*innen kategorisch als „Menschenhändler*innen“ dar und macht sie für Migrationsbewegungen verantwortlich, die die EU mit ihrer Abschottungspolitik zu verhindern versucht. Ausgehend von den Ergebnissen eines zweijährigen Rechercheprojekts stellt borderline-europe dieser Pauschalisierung ein differenziertes Verständnis der Kriminalisierung von Fluchthilfe gegenüber. Anhand von Recherchematerialien, Presseartikeln und Erfahrungsberichtung
wollen wir gemeinsam nachvollziehen, wie kriminalisierende Debatten um Fluchthilfe ein negatives Bild von kommerziellen Fluchthelfenden in der öffentlichen Meinung verfestigen und dabei verschleiern, dass Fluchthilfe überhaupt erst nötig wird, wenn die Politik aktiv versucht, Migration zu verhindern.

 

Samstag, 08.12., 15 Uhr bis 19 Uhr: Feministischer Film Workshop mit Rosh Zeeba

Der Workshop richtet sich an alle – ob mit oder ohne Vorerfahrung. Die Inhalte des Workshops werden auf den Kenntnisstand und Sprachkenntnisse der Teilnehmer*innen angepasst.

Ausgangspunkt ist der Einsatz postdramatischer Mittel für D.I.Y. Filmproduktionen. Postdrama ist eine Form der Nicht-Erzählung, die Simultanität und Experiment erlaubt. Im Theater ermöglicht Postdrama performatives Üben, Eintauchen und Transdisziplinarität. Im Film kann Postdrama ein Werkzeug sein, um tiefergehende Themen und schwierige und komplexe Themen zu untersuchen. Wir wollen die Grenzen zwischen Experimentalfilm, Dokumentation und Videokunst verwischen. Wir schauen uns etwas an und probieren etwas aus.

Interessierte können sich gerne unter info@roshzeeba.com anmelden.

Der Workshop richtet sich an alle. Die Teilnahme ist auch ohne Voranmeldung möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Rosh Zeeba ist eine multidisziplinäre Künstler*in. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und Film- und Medienkunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

 

Sonntag, 09.12., 19 Uhr Live Hörstück: Hermanns Schlacht

2007 schreibt Hermann Josef K. seine erste Kapitulationserklärung. Bis dahin hatte er sich geweigert, sich selbst als bipolar gestörten Charakter zu definieren. „Ich geb’s auf, ich häng meinen Beruf an den Nagel und nicht, wie die meisten von Euch, ihr Fähnchen in den Wind!

“… Ich hab nach dem Sinn des Lebens gesucht, nach einer Möglichkeit, die Erde vor UNS zu RETTEN, nach Antworten auf Fragen aus traurigen, blassen Gesichtern … War viel Arbeit, hat
viel Schmerz, Leid und Entbehrung gekostet, wäre ein paar Mal fast dabei drauf gegangen …“

Hermann Josef K.: Geboren und aufgewachsen im Eifeldorf Kaperich, Diplom-Ingenieur Umweltschutz, intellektuell hoch begabt, außergewöhnlich empathiefähig, nun teilentmündigt,
Rentner. 2002 wird er zum ersten Mal in eine Psychiatrie eingewiesen, zwangsmedikamentiert, zwangsfixiert. Es folgen bis heute zwölf weitere Einweisungen. Hermanns Schlacht ist eine für die Welt und gegen die Welt, wie sie ist, eine verzweifelte für die Liebe und für die Vernunft, gegen die Dummheit, die Lüge, die Unaufrichtigkeit. Und mehr und mehr gegen eine Krankheit, gegen eine Diagnose, gegen die psychiatrische Systematik und gegen sich selbst.

Dramaturgie: Stella Cristofolini, Hermann-Josef Krämer, André Lewski, Stefan Schroer |

Sound: M∞kruch Machtkrach – Mr Maribel, St Kirchhoff, Joscha Hendrix Ende | Hermann: André Lewski

Produktion & Inszenierung: Theater Arbeit Duisburg – TAD

Donnerstag, 20.12., 19 Uhr Film + Gespräch: Seenotrettung ist kein Verbrechen!

~ KOSTENLOSE Filmvorführung IUVENTA und Gespräch mit einem Crew-Mitglied ~

Die IUVENTA, ein 33m langer Fischkutter, geriet im August 2017 europaweit in die Schlagzeilen, da sie von den italienischen Behörden beschlagnahmt und deren Crew kriminalisiert wurde. Die Geschichte der IUVENTA beginnt jedoch viel früher, bereits 2015 mit einer scheinbar unmöglichen Idee einiger junger Leute, die dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen wollen. Sie gründen den Verein JUGEND RETTET e.V., können mittels Crowdfunding ein Schiff kaufen und stechen 2016 zu ihrer ersten Rettungsmission in See. Seitdem haben sie mehr als 14.000 in Seenot geratene Menschen gerettet. Demgegenüber stehen jährlich über 3000 Opfer, das Mittelmeer gilt damit als die tödlichste Außengrenze der Welt.

Der Film von Michele Cinques, der die IUVENTA über ein Jahr lang begleitete, dokumentiert einerseits den unbändigen Willen der Crew, die sich weiterhin gegen Verleumdung und Kriminalisierung durch Politik und Medien zur Wehr setzen müssen, andererseits zeigt er die tödliche Logik der brutalen Abschottungspolitik Europas.

Aktuell laufen Ermittlungen gegen zehn Crew-Mitglieder wegen “Beihilfe zur illegalen Einreise”, ihnen drohen horrende Geldstrafen und bis zu 20 Jahre Haft.

Neben der Filmvorführung, die ab ca. 19.30 Uhr stattfinden soll, wird Hendrik, einer der Angeklagten, unser Gast sein. Er beteiligte sich an insgesamt sechs Rettungsmissionen, davon zwei der IUVENTA. Er wird von seinen Erfahrungen berichten und kann uns Auskunft über den aktuellen Stand der Ermittlungen geben.
Die Filmvorführung ist kostenlos, wir freuen uns aber über Spenden für den anstehenden Prozess.

Trailer:
https://www.iuventa-film.de/#trailer

Mehr Infos auf:
www.solidarity-at-sea.org
https://www.facebook.com/solidarityatsea/
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https://www.instagram.com/solidarityatsea/

Freitag, 21.12., 19 Uhr Alibi-Tresen

Liebe Menschen, wir laden euch ♥lich zum Alibi-Tresen im neuen Alibi ein-zum neu Kennenlernen, alte Bekannte treffen oder einfach zum rumhängen und Kaltgetränke genießen. Wie immer werden wir Getränke gegen Spende für euch bereit stellen, vielleicht auch was Leckeres zu snacken.